„Mäßigkeit (Selbstkontrolle) bedeutet, Schädliches

                                           zu meiden und Gutes maßvoll zu nutzen.“


 

 

 

Positive Auswirkungen, wenn schädliche Substanzen
wie Tabak, Alkohol und Drogen vermieden werden

 

Nichtrauchen reduziert das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken
Bei Verzicht von Alkohol, Nikotin und Drogen werden Nerven und Leber giftfrei
Mehr Geld für nützliche Dinge
Ein gesundheitsbewusstes Verhalten kann Ihnen zusätzlich 30 gesunde Jahre schenken
Die allgemeinen Risikofaktoren wie Übergewicht, Schlafmangel und Bewegungsmangel lassen die Menschen vorzeitig altern

 

Tipps für ein gesundes und längeres Leben

 

Lassen Sie, was Körper und Seele schadet – tun Sie, was Körper und Seele stärkt
Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin und Kaffee, denken Sie an die negativen Resultate
Ersetzen Sie die schlechten Gewohnheiten durch gute
Wenn Sie versagen, geben Sie nicht auf
Vermeiden Sie alle Situationen, die eine Abhängigkeit fördern
Holen Sie sich die Unterstützung von Ihrer Familie und guten Freunden

 

 

Rauchstopp verlängert Lebenszeit

 

Rauchen ist ungesund, das weiß jedes Kind – oft besser als die Erwachsenen. Eine Großangelegte Studie mit mehr als einer Million Frauen zeigt nun auf, wie viele Jahre durch einen Rauchstopp gewonnen werden können. Die Ergebnisse sollten Ansporn genug sein.

Frauen, die im mittleren Alter mit dem Rauchen aufhören, können laut einer Studie viele Lebensjahre gewinnen. Raucherinnen, die vor ihrem 40. Geburtstag dem Tabak abschwören, gewinnen neun Lebensjahre gegenüber weiterrauchenden Frauen, wie die am Samstag in der britischen Medizinzeitschrift "Lancet" veröffentlichte Untersuchung von mehr als einer Million Britinnen ergab. Ein Rauchstopp mit 35 Jahren gibt Frauen demnach sogar zehn Jahre zurück. Im Vergleich zu Frauen, die nie geraucht haben, haben Raucherinnen jedoch auch nach dem Aufhören eine geringere Lebenserwartung.

Die Forscher der Universität Oxford wählten zwischen 1996 und 2001 rund 1,2 Millionen Britinnen aus und beobachteten sie bis zum Jahr 2011. Die zwischen 50 und 65 Jahre alten Frauen wurden alle drei Jahre zu ihrem Lebensstil und ihrem Gesundheitszustand befragt. 20 Prozent der Teilnehmerinnen waren Raucherinnen, 28 Prozent waren ehemalige Raucherinnen, 52 Prozent hatten nie geraucht.

 

Besser spät als nie und am besten früher als später

 

Laut der Studie lebten Raucherinnen durchschnittlich elf Jahre weniger als Frauen, die nie geraucht hatten. Das Risiko, vor dem 70. Geburtstag zu sterben, lag bei den Raucherinnen bei 24 Prozent, bei den Nichtraucherinnen bei neun Prozent. Die Forscher gingen aber vor allem der Frage nach, welche Auswirkungen es hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei fanden sie heraus, dass ein Rauchstopp vor dem 40. Geburtstag den Frauen neun Lebensjahre zurückgibt, bei einem Stopp vor dem 35. Geburtstag sind es zehn Jahre.

 

"Ob Frauen oder Männer - Raucher, die im mittleren Alter aufhören, gewinnen im Durchschnitt zehn Lebensjahre", sagte einer der Autoren der Studie, Richard Peto. "Das bedeutet allerdings nicht, dass Frauen bis 40 gefahrlos rauchen können", unterstrich der Forscher. Denn in den folgenden Jahrzehnten sei die Sterblichkeitsrate um ein Fünftel höher als bei lebenslangen Nichtraucherinnen. Eine Frau, die zwischen 45 und 55 Jahren mit dem Rauchen aufhört, hat ein um 56 Prozent höheres Risiko, früh zu sterben als eine gleichaltrige Nichtraucherin. Sie gewinnt aber sechs bis sieben Lebensjahre im Vergleich zu einer Raucherin.

Der frühe Tod von Raucherinnen geht vor allem auf Lungenkrebs, chronische Atemwegserkrankungen und Herzkreislauferkrankungen zurück. Frauen, die nach dem mittleren Alter weiterrauchen, haben laut der Studie ein fast dreifach erhöhtes Sterberisiko als Nichtraucherinnen. Das Risiko steigt mit der Zahl der Zigaretten pro Tag. Außerdem sind Frauen, die vor dem 15. Geburtstag mit dem Rauchen anfingen, stärker gefährdet, an Lungenkrebs zu erkranken.

 

http://www.n-tv.de/wissen/Rauchstopp-verlaengert-Lebenszeit-article7590641.html

 

 

Erschreckende Studie mit Alkoholikern Tod tritt 20 Jahre früher ein

 

Alkoholsüchtige sterben einer Studie zufolge Jahrzehnte früher als Menschen, die nicht abhängig sind. Frauen sind besonders gefährdet. Forscher fordern nun eine neue Debatte über Alkoholprävention. Therapieangebote sollten dringend überarbeitet werden.

Alkoholabhängige haben eine um 20 Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen, die nie alkoholabhängig waren. Das geht aus einer Langzeitstudie von Greifswalder und Lübecker Wissenschaftlern über den Verlauf von Alkoholkonsum und Tabakrauchen hervor. Demnach starben Frauen, die alkoholabhängig waren, durchschnittlich mit 60 Jahren, Männer mit 58 Jahren.

"Keiner der verstorbenen Alkoholabhängigen hatte das durchschnittliche Lebensalter von 82 Jahren für Frauen und 77 Jahren für Männer erreicht", sagte der Leiter der Studie, der Greifswalder Epidemiologe Ulrich John. "Uns hat überrascht, dass die Alkoholabhängigkeit im Vergleich zum Rauchen besonders stark zu einer Lebenszeitverkürzung beizutragen scheint." Besonders viele durch das Rauchen bedingte Krebserkrankungen führten oft erst später - im Alter von deutlich über 60 Jahren - zum Tode.

 

Geschlechtsspezifische Unterschiede

 

Die Ergebnisse der von den Forschern als repräsentativ eingestuften Studie erscheinen im Januar in der US-Fachzeitschrift "Alcoholism: Clinical & Experimental Research" (ACER). Die Experten hatten im Jahr 1996 die Gesundheitsdaten von 4070 Menschen gesammelt und ausgewertet. Dabei handelte es sich um Einwohner Lübecks und 46 umliegender Gemeinden, die über die Einwohnermeldeämter zufällig ausgewählt wurden. Von ihnen waren 153 als alkoholabhängig diagnostiziert worden. Davon konnten wiederum 149 (119 Männer und 30 Frauen) über 14 Jahre beobachtet werden.

Verglichen mit der jeweils gleichaltrigen Normalbevölkerung war die Sterberate von Alkoholikerinnen um das 4,6-fache erhöht, von männlichen Alkoholikern um das 1,9-fache. Woran die Betroffenen genau starben, wurde nicht untersucht. "Wir gehen aber davon aus, dass die Alkoholabhängigkeit die dominierende Erkrankung war", sagte John.

Erstaunt waren die Forscher über die großen geschlechtsspezifischen Unterschiede."Frauen scheinen schneller und stärker als Männer mit Erkrankungen auf Alkoholkonsum zu reagieren als Männer", sagte John. Warum die Unterschiede in der Sterberate so groß sind, konnten die Forscher bislang nicht erklären. Die geringere Körpermasse sei allein kein ausreichendes Argument.

"Frauen müssen beherzigen, dass sie deutlich weniger Alkohol konsumieren dürfen als Männer." Der international anerkannte Richtwert liegt bei einer maximalen Tagesmenge von zwölf Gramm für Frauen (ein Achtelliter Wein oder ein Viertelliter Bier) und 24 Gramm (ein Viertelliter Wein oder ein halber Liter Bier) für Männer.

 

Notwendigkeit neuer Therapieangeboten

 

Den Ergebnissen zufolge hat zudem eine Alkoholtherapie keine positive Auswirkung auf die Lebenserwartung. Knapp 23 Prozent der 149 Alkoholabhängigen hatten im Laufe der 14 Jahre eine mehrmonatige Entwöhnungstherapie absolviert, weitere 6,7 Prozent lediglich eine Entgiftung. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass diejenigen, die in einer Entwöhnungsbehandlung waren, keine größeren Überlebenszeiten gegenüber denen hatten, die nie eine Therapie absolviert hatten", sagte John.

Die Sozialmediziner ziehen daraus den Schluss, dass die Therapieangebote überarbeitet werden müssen. "Die Therapien setzen in Deutschland zu spät an, wenn die Betroffenen bereits an einer Vielzahl alkoholbedingter Störungen leiden", kritisierte John.

Der Wissenschaftler forderte zudem eine neue Debatte über Alkoholprävention. Wirksame Instrumente wären eine Preiserhöhung, ein Verkaufsverbot an Tankstellen sowie ein striktes Alkoholverbot am Steuer. "Deutschland ist ein Hochkonsumland. Die deutsche Gesellschaft ist viel zu alkoholkonsumorientiert."

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben rund 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland Alkoholprobleme. Das heißt: Sie trinken in gesundheitlich riskanten Mengen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind den Angaben zufolge alkoholabhängig. Häufige Folgen von Alkoholmissbrauch sind Schädigungen des Gehirns und der Leber sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen.

Nach internationalen Standards gilt als alkoholabhängig, wer drei der folgenden Kriterien mindestens einen Monat lang erfüllt: starkes, unwiderstehliches Verlangen nach Alkohol, verminderte Kontrollfähigkeit auf Menge und Dauer des Alkoholkonsums, körperliche Entzugserscheinungen wie Zittern, Gewohnheitseffekt (um die gewünschte Wirkung zu erreichen, sind zunehmend größere Mengen notwendig), zunehmende Einengung der Interessen auf den Alkoholkonsum und anhaltender Alkoholkonsum trotz Erkrankungen.

Quelle: n-tv.de, dpa

http://www.n-tv.de/wissen/Tod-tritt-20-Jahre-frueher-ein-article7486036.html