„Lass die Ernährung deine Medizin sein.“

„Mein Kühlschrank ist die beste Apotheke.“

 

Die Küche wird zur Apotheke. Nahrungsmittel können je nach Dosierung und Art zum Lebens- und Heilmittel, aber auch zu einem schädigenden oder gar giftigen Mittel werden.

 

Vorteile richtiger Ernährung aus vorwiegend pflanzlichen Lebensmitteln

 

Verringert das Risiko für Magen- und Darmkrebs
Gut für die Psyche und sorgt für gute Laune
Kein Cholesterin in pflanzlichen Lebensmitteln
Fettarm
Kalorienarm
Reich an Ballaststoffen
Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
Reich an sekundären Pflanzenstoffen
Reich an essentiellen Aminosäuren
Reich an Omega-3/6/9 essentiellen Fettsäuren

 

Tipps zu richtiger Ernährung

 

Essen Sie täglich frisches Obst und Gemüse
Essen Sie mehr Vollkornprodukte und Nüsse
Essen Sie weniger Fett, Weißmehl, Zucker, Salz und scharfe Gewürze
Essen Sie weniger gereiften Käse oder verzichten Sie ganz darauf
Essen Sie weniger Fleischprodukte oder verzichten Sie ganz darauf
Essen Sie immer zur gewohnten Zeit und nicht zwischen den Mahlzeiten
Essen Sie mehr Ballaststoffe und weniger aufbereitete Nahrungsmittel
Machen Sie ihr Frühstück zur ausgiebigsten Mahlzeit des Tages
Meiden Sie krankmachende Zusatz- und Konservierungsstoffe
Achten Sie: Gesundheit fängt beim Einkaufen an

 

 

Krebsschutz: Wurden bisher Obst und Gemüse überbewertet?

 

Wer täglich fünf Obst- und Gemüsemahlzeiten zu sich nimmt, senkt sein Risiko, an Krebs zu erkranken, lautet eine im Jahr 1990 von der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegebene Empfehlung. Seitdem haben viele Studien versucht, diese These zu beweisen, doch den endgültigen Beweis konnte bisher noch keine erbringen. Nun wollen Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Obst und Gemüse nur geringfügig vor Krebserkrankungen schützen. Diese Neuigkeit kommt ausgerechnet aus den USA, dem Land der Burger und des Fastfood. In einer EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) kamen Forscher der Mount Sinai School of Medicine in New York zu diesem doch überraschenden Ergebnis. Allerdings zeigt diese Studie aber auch, dass der Verzehr von Gemüse das Risiko der Krebsarten senkt, die durch Alkohol und Rauchen ausgelöst werden. Besonders Frauen sprachen auf diese Art der Ernährung gut an.

Im Rahmen der EPIC-Studie untersuchten die Wissenschaftler von 1992 bis 2000 insgesamt 142.605 Männer und 335.873 Frauen. Im Laufe dieser achtjährigen Studienzeit erkrankten 30.000 Teilnehmer an Krebs. Dabei konnte beobachtet werden, dass die Teilnehmer, die täglich viel Obst und Gemüse verzehrten, fast ebenso häufig von Krebserkrankungen betroffen waren, als die die kaum „Grünzeug“ aßen. „Der statistische Unterschied von vier Prozent ist bestenfalls als gering einzustufen – sofern er überhaupt auf die Ernährung zurückgeht“, so die Forscher um Studienleiter Professor Dr. Paolo Boffetta im „Journal of the National Cancer Institute“. „Denn Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, treiben meist auch mehr Sport, rauchen und trinken weniger, so dass ihr Krebsrisiko auch aus diesen Gründen niedriger ausfallen kann.“
Dennoch betonen die Wissenschaftler, dass man nicht auf ausreichend Obst und Gemüse verzichten solle. So weist der Leiter der Harvard School of Public Health, Walter C. Willet in einem Begleitartikel zur Studie darauf hin, dass Obst und Gemüse ein wichtiger Faktor zur gesundheitlichen Prävention sei. Auch wenn Obst und Gemüse nicht sonderlich zur Krebsvorbeugung dienen würde, so ist doch wissenschaftlich bewiesen, dass es ein guter Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.

http://www.heute-gesund-leben.de/gesundheit/krebsschutz-wurden-bisher-obst-und-gemuse-uberbewertet-1146.html



GUT ZU WISSEN 

 

Ein Mensch ist, sagt man im Scherz, vom Materialwert her gesehen, keine 10 € wert: Er besteht aus rund 75 kg Materie, davon an die 50 kg Sauerstoff sowie 2 kg Stickstoff (beides in der Luft schier unerschöpflich verfügbar), 15 kg Kohlenstoff (ein paar Briketts), 7 bis 8 kg Wasserstoff, 1 kg Kalzium, dazu etwas Phosphor, Kalk, Schwefel, Natrium und Chlor (nicht ganz 200 g Kochsalz), Magnesium, 5 g Eisen (was sind sie schon wert?), ein bisschen Zink, Kupfer, Mangan, Kobalt und andere Spurenelemente. Und dies alles in buntester Mischung, aus dem Körper also nur unter unangemessenem Aufwand in reiner Form zu gewinnen. Viele der genannten Elemente liegen zwar in Form von ganz brauchbaren chemischen Verbindungen vor: Ein Mensch besteht zu rund 70 % aus Wasser, sein Körper enthält unter anderem 1 kg Eiweiß, rund 400 g Zucker und – je nach Wohlbeleibtheit 1 bis 5 oder gar 50 kg Fett. Doch welcher Erlös ließe sich selbst damit erzielen?

 

GUT ZU WISSEN

 

Warum Zwischen- und Nachtmahlzeiten Gift für den Stoffwechsel sind.

 

Unser genetischer Hungerrhythmus verläuft fast parallel zu den Tageszeiten. Dabei wird er von dem Sättigungshormon Leptin gesteuert. Das Hormon wird nach einer (ausreichenden) Mahlzeit ausgeschüttet und nach etwa fünf Stunden werden wir wieder hungrig. Wobei dies natürlich auch von den zugefügten Lebensmitteln abhängt. 

 

Etwa vier bis sechs Stunden nach der letzten Mahlzeit ist der Magen wieder geleert. Der Darm beginnt dann, die Reste der Mahlzeiten weiter zu transportieren. Dazu setzen sogenannte „interdigestive“ Bewegungen ein, die die Reste vorwärts befördern. Das stoppt aber sofort, wenn wieder Nahrung in den Magen gelangt, wie bei einer Zwischenmahlzeit. Selbst kleine Häppchen genügen und der Darm stellt seine Arbeit ein.

 

Noch schlimmer wird es, wenn wir nachts oder spät abends noch essen. Denn das schadet dem gesamten Stoffwechsel. Die Natur und unsere Gene sehen vor, dass wir tagsüber wach sind und nachts schlafen.              

 

Essen Sie im Biorhythmus


•  Sie sollten sich dreimal am Tag satt essen und keine Zwischenmahlzeiten einschieben. Der Organismus braucht drei zentrale Zeitpunkte, um Energie und Nährstoffe zu bekommen. Ihn immer wieder zwischendurch zu „futtern“, verwirrt den Organismus und verändert sogar den normalen Biorhythmus. Deswegen sollten Sie sich zu den drei Mahlzeiten richtig satt essen. Dann benötigen Sie auch keine Zwischenmahlzeiten mehr.  

 

•  Sie sollten morgens auf jeden Fall frühstücken! Damit der Stoffwechsel auf Touren kommt und Sie leistungsfähig werden, benötigen Sie Energie. Ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen, ist der größte Fehler, den Sie machen können. Essen Sie daher morgens viele Kohlenhydrate, und zwar am besten in Form von Vollkornprodukten als Brot oder Müsli sowie etwas Obst.

 

•  Mittags können und sollten Sie Ihren Speiseplan variabel gestalten.

 

•  Abends – und bitte nicht zu spät, am besten zwischen 18 und 20 Uhr – muss der Schwerpunkt der Ernährung auf Eiweiß liegen. Denn nachts repariert der Organismus, es regenerieren sich die Zellen, und dann benötigt der Stoffwechsel viele Proteine. Das sind die Baustoffe für das neue Leben und für frische, intakte Zellen. 


Avocado

Es gibt etwa 400 Avocadosorten auf der Welt. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in den USA, Afrika, Indien, Ozeanien und Israel. Der Avocadobaum benötigt sieben Jahre, bis er die ersten Früchte trägt. Doch die zeigen dafür einen enormen Nährstoffgehalt.

Die Avocadofrucht enthält überdurchschnittlich hohe Anteile an Leuzin und Isoleuzin, die zur Bildung von Serotonin notwendig sind. Darüber hinaus enthält sie auf 100 Gramm etwa 500 Milligramm Kalium und 30 Milligramm Magnesium, die zur Übertragung der Nervensignale im Gehirn gebraucht werden. Beeindruckend ist schließlich ihr Gehalt an den Vitaminen E, Niazin, B6, Folsäure und C. 100 Gramm Avocadofleisch enthalten schließlieh auch noch 0,6 Milligramm Salizylsäure, eines der wirksamsten Schmerzmittel, die die Natur zu bieten hat. Laut Studien senken schon 100 Gramm Avocado das Darmkrebsrisiko.

 

Krebsauslösende Viren im Rindfleisch

 

Viren im Fleisch als Auslöser von Darmkrebs

Nobelpreisträger: Viren im Rindfleisch können Darmkrebs auslösen

05.03.2012

Der Nobelpreisträger Harald zur Hausen hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin „FOCUS“ den Verdacht geäußert, dass im Rindfleisch enthaltene Viren Darmkrebs auslösen können. Die Erreger überleben Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius, weshalb auch erhitztes Fleisch mitunter noch krebserregende Viren enthalten kann, erklärte der Experte.

Insbesondere die sogenannten TT-Viren stehen laut Aussage des Nobelpreisträgers vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Professor Harald zur Hausen, im Verdacht, das Darmkrebsrisiko deutlich zu erhöhen. Die Erreger seien äußerst häufig bei Rindern nachzuweisen und finden sich nicht nur in lebenden Tieren, sondern auch in dem verkauften Fleisch. Da die Viren Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius standhalten können, werden diese nicht nur mit rohem Fleisch, sondern auch über die relativ beliebten „medium“ Steaks aufgenommen. Lediglich vollständig durchgebratenes Rindfleisch ist laut Aussage des Experten in Bezug auf die TT-Viren unbedenklich. 

Darmkrebsrisiko durch Rindfleisch um bis zu 30 Prozent erhöht?


Professor Harald zur Hausen zählt zu den weltweit renommiertesten Experten für infektionsbedingte maligne Erkrankungen. Im Jahr 2008 wurde er für die Entdeckung der Papillomviren als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Seit längerem untersucht der DKFZ-Experte nun bereits mögliche Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Rindfleisch und dem Risiko einer Darmkrebserkrankung. Zahlreiche Bevölkerungsstudien hätten belegt, „dass das Darmkrebsrisiko um 20 bis 30 Prozent steigt, wenn man rotes Rindfleisch verzehrt“, erklärt der Virologe gegenüber dem „FOCUS“. Besonders hoch sei das Risiko in den westlichen Industriestaaten, wo Rindfleisch häufig nicht ganz durchgebraten, sondern in der Regel zu Hause in der Pfanne oder beim Grillen „medium“ zubereitet wird (bei Temperaturen von zwischen 40 bis 70 Grad Celsius). Vor allem im Vergleich mit Ländern in denen auf Rindfleisch weitestgehend verzichtet werde, sei die Darmkrebsrate hierzulande deutlich erhöht. Fast 70.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Darmkrebs, wobei die Überlebenschancen der Betroffenen häufig äußerst schlecht stehen.

Zellversuche sollen krebserregende Wirkung der Viren belegen 


Im Fokus der Untersuchungen des Nobelpreisträgers zu den Zusammenhängen zwischen dem Darmkrebsrisiko und dem Fleischkonsum stehen derzeit die sogenannten TT-Viren, die laut Harald zur Hausen relativ häufig bei Rindern vorkommen. Sie könnten nach Ansicht des Experten die Ursache für die wesentlich höhere Darmkrebsrate in der westlichen Industrienationen sein. Zwar wird auch den beim Braten oder Grillen gebildeten chemische Substanzen eine krebserregende Wirkung nachgesagt, doch „diese Stoffe sind nicht alleine an der Krebsentstehung beteiligt“, betonte der DKFZ-Wissenschaftler gegenüber dem „FOCUS“. Durch das Zusammenspiel von Viren mit den krebserregenden Stoffen könnten sich vermehrt Tumore bilden, so die Überzeugung des Experten. In einem nächsten Forschungsschritt plant der Nobelpreisträger daher einen Nachweis der krebserregenden Wirkung der TT-Viren. In Zellversuchen soll belegt werden, dass die Viren Darmkrebs verursachen können. Allerdings sei hier nicht mit schnellen Ergebnissen zu rechnen, da ähnlich aufwendige Beweisführungen wie in den früheren Studien zum Gebärmutterhalskrebs erforderlich werden und damals 20 bis 25 Jahre notwendig gewesen seien. 

Gesundheitsbelastungen durch Fleisch

 

Immer wieder werden in rohem Fleisch gesundheitsgefährdende Erreger unterschiedlicher Art nachgewiesen, daher sollte das Fleisch im Rahmen der Zubereitung in jedem Fall ausreichend erhitzt werden. Doch nicht nur die enthaltenen Erreger, sondern auch andere Inhaltsstoffe des Fleisches bergen unter Umständen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. So kann ein bewusster Verzicht beziehungsweise eine Reduzierung des Fleischkonsums hier eine deutlich Reduzierung der gesundheitlichen Belastungen bewirken. Zu den möglichen gesundheitlichen Folgen des Fleischkonsums zählt neben dem erhöhten Risiko einer Darmkrebserkrankung auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrazinomen), so das Anfang des Jahres vorgestellte Ergebnis schwedischer Forscher um Susanna Larsson vom Karolinska Institut in Stockholm. In Bezug auf die Entwicklung von Tumoren scheint Fleisch demnach einen sehr viel stärkeren Einfluss zu haben, als bislang angenommen wurde. (fp)

 

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/viren-im-fleisch-als-ausloeser-von-darmkrebs-900410.php

 

 

Fastfood als Auslöser für Allergien 

Übertriebene Hygiene und Fastfood können anscheinend Allergien begünstigen

 

08.10.2012

 

Immer mehr Menschen leiden in den modernen Industrienationen an Allergien. Die möglichen Ursachen sind vielschichtig. Eine wesentliche Rolle spielt nach laut Einschätzung der Experten von der Medizinischen Universität Wien (MedUni Wien) die übertriebene Hygiene und die ungesunde Ernährung mit zu viel Fastfood... mehr 


Tomaten enthalten dreizehn Vitamine, siebzehn Mineralstoffe sowie reichlich sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Fruchtsäuren... mehr 

 

 

Gesunder Lebensstil – Ausweg aus Stress und Depression

 

Gesundheit ist kein Zufall. Gesundheit findet man in einem Lebensstil, der mit den unveränderlichen Naturgesetzen übereinstimmt. Deshalb ist auch Krankheit kein Zufall. Falsches Essen, Atmen, Arbeiten, Ausruhen und verkehrtes Denken liegen der Krankheit zugrunde. Es ist aussichtslos zu erwarten, dass man gesund bleibt oder sich von einer Krankheit erholt, wenn man seinen Lebensstil nicht mit den Naturgesetzen in Harmonie bringt. Medikamente heilen nur selten. Sie mögen Ihren Platz haben, wenn ein Notfall es erfordert, aber wirklich gesund erhalten kann uns nur ein gesunder Lebensstil. Manche Menschen sind fast ständig krank, weil sie die Naturgesetze übertreten haben. Wenn dann Schmerzen kommen, eilen sie zum Arzt, um ein Wundermittel zu bekommen, haben jedoch keinen Wunsch, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen. Sie erwarten vom Medikament Gesundheit, während sie ständig die Gesundheitsgebote übertreten.

Gott als unser Schöpfer hat dafür vorgesorgt, dass wir mit einem richtigen Lebensstil Krankheiten wie Stress und Depressionen vorbeugen können.

Was ist Gesundheit? Der ganzheitliche Gesundheitsbegriff umfasst den Menschen nicht nur in seiner körperlichen, sondern wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert, die Gesundheit ist ein Zustand von körperlichem, psychischem und sozialem Wohlbefinden. Stellen Sie sich einmal Ihre Gesundheit als einen Tempel vor, der von Säulen getragen wird. Die Säulen stehen bildhaft für Ihre persönlichen Gesundheitsressourcen, mit denen sie krankmachenden Belastungen und Einflüssen entgegenwirken können. Es ist einsichtig: je solider und tragfähiger diese Säulen sind, desto widerstandsfähiger ist der Tempel (Gebäude) Ihrer Gesundheit, den sie bewohnen. Also hängt die Sicherheit des ganzen Tempels von der schwächsten Säule ab. Wer all diesen Säulen angemessen gerecht wird, dessen Lebenstempel steht auf festen Stützen, und er kann sich des wunderbaren Effekts ansteckender Gesundheit erfreuen.

Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur kann Krankheiten schon im Vorfeld verhindern; vorbeugen ist besser als heilen. Daher ist ein gesunder Lebensstil unser größtes Interesse! Die hier genannten „Acht Säulen“ sind von unschätzbarem Wert für uns und führen zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden. Das sind die stützenden Säulen unserer Gesundheit: Ernährung, Wasser, Reine Luft, Sonnenlicht, Bewegung, Mäßigkeit (Selbstkontrolle), Ruhe und Vertrauen.

 

SÄULE ERNÄHRUNG

 

Gesundheit und Krankheit - beides entsteht in der Küche. „Lass die Ernährung deine Medizin sein.“ Die Küche wird zur Apotheke. Nahrungsmittel können je nach Dosierung und Art zum Lebens- und Heilmittel, aber auch zu einem schädigenden oder gar giftigen Mittel werden.

Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse sich positiv auf leichte Depressionen auswirken kann. Die „antidepressive“ Diät sollte Obst, Gemüse, Nüsse und Olivenöl, jedoch wenig (kein) Fleisch enthalten. Die kohlenhydratreiche Ernährung führt im Körper zu einer besseren Verfügbarkeit von Tryptophan, aus welchem im Gehirn der Botenstoff Serotonin aufgebaut wird. Serotonin wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Stressbewältigung und Übertragung von Signalen an die Nervenzellen. Depressionen stehen häufig in Zusammenhang mit einem Serotoninmangel.

 

Positive Wirkung bei Depressiven von Vitamin B12 bestätigt

 

In Finnland wurde die Wirkung von Vitamin B12 bei der Behandlung von Depressionen untersucht. Bei der Studie am finnischen Kuopio University Hospital zeigte sich, dass die medikamentöse Behandlung des Leidens viel besser funktioniert, wenn die Patienten ausreichend Vitamin B12 im Blut haben. Diese Ergebnisse haben auch Auswirkungen auf die Vorbeugung: Es scheint möglich, dass die Zufuhr von B-Vitaminen und hier vor allem von Vitamin B12 dazu beitragen kann, dass depressive Verstimmungen erst gar nicht entstehen.

Oft spielt bei der Depression der Mineral- und Vitalstoffmangel eine Rolle. Besonders das Fehlen von B-Vitaminen, wie B1, B12, B6.

Gegen Stimmungsschwankungen gilt die Vitamin B- Gruppe als hilfreich. Mangelt es dem Körper daran, ist man leichter gereizt und schlecht gelaunt. Viele anderen Vitamine der B- Gruppe stecken in Spinat, Weizenkeimen, Sauerkraut, Fenchel und Kohlrabi.

 

Vitamine und Mineralstoffe, die gegen Depressionen, Angstzustände und Stress helfen können

 

 

Vitamin B1 (Thiamin) große Mengen scheinen Depressionen und Angstzustände zu lindern

 

Vitamin B3  (Niacin)  wichtig für das Funktionieren des Nervensystems

 

Vitamin B6 (Pyridoxin) hilft bei der Bildung natürlicher Antidepressiva wie Dopamin und Norepinephrin

 

Vitamin 9 (Folsäure) ein Mangel trägt zu Geisteskrankheit bei

 

Vitamin B12 (Cobalamin) vermindert Reizbarkeit, verbessert die Konzentrationsfähigkeit, gibt mehr Energie und unterstützt die Gesundheit des Nervensystems

 

Pantothensäure wirkt erleichternd bei Spannungen

 

Vitamin C (Ascorbinsäure) wichtig gegen Stress

 

Cholin sendet Nervenimpulse ans Gehirn und hat eine beruhigende Wirkung (Vorsicht bei manischer Depression)

 

Vitamin E unterstützt eine gute Sauerstoffversorgung der Gehirnzellen

 

Zink fördert die geistige Wachheit und unterstützt die Gehirnfunktionen

 

Magnesium das »Antistress-Mineral«, wichtig für die Nervenfunktion

 

Mangan hilft, nervöse Reizbarkeit zu lindern

 

Kalzium löst Spannungen und Reizbarkeit, bringt Entspannung

 

Tyrosin unterstützt die schnelle Erzeugung der Antidepressiva Dopamin und Norepinephrin durch die Gehirnneuronen

 

Tryptophan bewirkt gemeinsam mit Vitamin B6, Niacin und Magnesium die Synthetisierung des Serotonins, einer chemischen Substanz im Gehirn, die ein natürliches Beruhigungsmittel darstellt

 

Phenylalanin wird benötigt, damit das Gehirn die Antidepressiva Dopamin und Norepinephrin freisetzt

 

Ernährung, die auf die Stimmung wirkt

                                

Immer mehr Studien belegen, welchen Einfluss gute Ernährung auf Körper und Seele hat. Nach einer europäischen Studie sind rund 35 % aller Krebserkrankungen auf falsche Essgewohnheiten zurückzuführen und Fast Food kann depressiv machen - diese Erkenntnis sorgte erst kürzlich für Schlagzeilen. Umgekehrt bedeutet das aber auch: Nahrung kann wie Medizin wirken, indem sie Psyche und Organismus mit essenziellen Nährstoffen versorgt und vor Angriffen durch freie Radikale schützt. Diese Wirkung gesunder Kost ist mittlerweile unter Wissenschaftlern unbestritten. Und gesundes Essen kann noch weit mehr: die Stimmung aufhellen und uns glücklich machen.

Wo aber liegt der medizinische Zusammenhang zwischen Ernährung und Psyche? Forscher wissen heute, dass unser Magen-Darm-Trakt von einem Nervengeflecht durchzogen ist, dass Signale direkt an die Gefühlszentren des Gehirns sendet. Emotionen werden also vom Darm mitbestimmt - und damit von unserer Ernährung. Mit den folgenden Lebensmitteln können sie ihrer Seele gezielt sehr viel Gutes tun.

Serotonin - der wichtigste Neurotransmitter für Glücksgefühle. Serotonin ist kein Hormon, sondern ein sogenannter Neurotransmitter. Zwar steckt er auch in einigen Nahrungsmitteln, jedoch reagiert das Gehirn nur auf selbst produziertes Serotonin. Beim Essen sollten wir uns daher auf die Aminosäure Tryptophan konzentrieren, eine Vorläufersubstanz, die der Körper zur Herstellung von Serotonin benötigt.

Datteln und Feigen, aber auch Cashewnüsse und Sojabohnen liefern viel Tryptophan.

Mangelt es dem Körper an Omega -3-Fettsäuren, wird Tryptophan gar nicht oder nicht in ausreichendem Maß ins Gehirn transportiert. Die Folge: ein niedriger Serotoninspiegel kann sogar zu Antriebslosigkeit und depressiven Verstimmungen führen. US Forscher stellten fest, dass in Asien seltener Depressionen auftreten - gleichzeitig werden dort sehr viel Nahrungsmittel, die reich an Omega-3- Fettsäuren sind, gegessen. Sie stecken vor allem in Raps- und Leinöl sowie Walnüssen.

 

Tyrosin als natürlicher Stimmungsaufheller

 

Als Ausgangssubstanz für die Bildung von Dopamin und Adrenalin sorgt die Aminosäure Tyrosin für gute Laune und hellt die Stimmung auf. Dopamin macht geistig wach, denn als Neurotransmitter ist es zuständig für die Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Tyrosin wird daher unter anderem bei Angstzuständen und Depressionen eingesetzt. Die Aminosäure ist besonders reich in Erbsen , Sojabohnen und Erdnüssen enthalten.

 

 

Das beste “Brainfood“:

Diese Nahrungsmittel unterstützen das Gehirn

 

Die machen glücklich!

 

Avocado - die Gute-Laune-Frucht

 

Es gibt etwa 400 Avocadosorten auf der Welt. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in den USA, Afrika, Indien, Ozeanien und Israel. Der Avocadobaum benötigt sieben Jahre, bis er die ersten Früchte trägt. Doch die zeigen dafür einen enormen Nährstoffgehalt.

Die Avocadofrucht enthält überdurchschnittlich hohe Anteile an Leuzin und Isoleuzin, die zur Bildung von Serotonin notwendig sind. Darüber hinaus enthält sie auf 100 Gramm etwa 500 Milligramm Kalium und 30 Milligramm Magnesium, die zur Übertragung der Nervensignale im Gehirn gebraucht werden. Beeindruckend ist schließlich ihr Gehalt an den Vitaminen E, Niazin, B6, Folsäure und C. 100 Gramm Avocadofleisch enthalten schließlieh auch noch 0,6 Milligramm Salizylsäure, eines der wirksamsten Schmerzmittel, die die Natur zu bieten hat.  

 

Bananen

 

Studien zeigen: nach dem Verzehr der gelben Früchte steigt die Leistungsfähigkeit um rund ein Viertel. Der Grund: Bananen enthalten neben Zucker auch Tryptophan. Aus Letzterem bildet der Körper das Hormon Serotonin, das zugleich zufrieden und leistungsfähig macht.

 

Cashewkerne

 

In keinem anderen Lebensmittel liegt der Anteil an der essenziellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewnüssen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion von Serotonin und kann so, gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) helfen Depressionen zu behandeln.

 

Wenn Lebensmittel depressiv machen

 

In der Regel neigen Depressive dazu, verfeinerte Süßigkeiten (Pralinen, Bonbons, Schokolade etc.) zu essen, die nur einen geringen Nährwert haben.

Bei Depressionen macht sich oft auch Appetit auf Produkte bemerkbar, die viel gesättigtes Fett enthalten wie Wurst und andere Fleischprodukte.

Alle diese Nahrungsmittel können Depressionen verschlimmern, und der Kranke kann in einen Teufelskreis geraten.

Wenn das Verlangen nach Süßigkeiten sehr stark ist, sind süßes Trockenobst, Honig und Melasse gesündere Alternativen. Außer natürlichem Zucker enthalten diese Nahrungsmittel auch verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die der Organismus für den Kohlenhydratstoffwechsel benötigt.

Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse, die auf einfache Art und Weise zubereitet werden, versorgen den Körper mit einer Vitalität und Energie, die man mit anderen komplexeren Nahrungsmitteln nicht erreichen kann.

Psychopharmaka, die gegen Depressionen eingesetzt werden, sind kein Ersatz dafür, sich gesund zu ernähren.

 

Zucker und Kaffee

 

Manche Menschen fühlen sich träge und niedergeschlagen nach einer Tasse Cappuccino oder einigen Keksen. Dieses Phänomen war sogar schon Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen: Nachdem zwanzig schwer depressive Patienten drei Wochen auf Zucker und Koffein verzichtet hatten, ließen die Depressionen bei allen deutlich nach. Wie Dr. Christensen kommentiert, trägt zuviel Zucker oder Koffein bei sensiblen Menschen ganz offensichtlich zu depressiven Stimmungen bei. Warum diese Genussmittel manchmal schlechte Laune auslösen, wissen die Experten allerdings nicht. Denn während das gelegentliche Stück Schokolade oder Gebäck einen Energieschub bringen kann, der vorübergehend die Stimmung hebt, scheint ständiger Zuckerkonsum schuld an Depressionen zu sein. Genauso scheint das für Kaffee zu gelten.

 

Hirn, Nerven, Psyche - Produkte unserer Ernährung?

 

Immer mehr Wissenschaftler beschäftigen sich in jüngerer Zeit mit dem Zusammenhang von Hirn, Nerven, Psyche und Ernährung. Sie haben herausgefunden, dass bestimmte Substanzen in den Lebensmitteln die Arbeit unseres Gehirns direkt beeinflussen können. Denn die Nervenimpulse in unserem Gehirn werden nicht nur elektrisch, sondern auch chemisch übermittelt.

Die Zusammensetzung der Neurotransmitter hängt jedoch wiederum von unserer Ernährung ab, und das erklärt schließlich die Tatsache, dass bestimmte Nahrungsmittel direkt in das Signalübertragungssystem unseres Gehirns und damit auch in unser Seelenleben eingreifen können.

Hinweise auf den Zusammenhang von Denken, Fühlen und Ernährung gibt es zuhauf. Opulente und fettreiche Mahlzeiten machen den Intellekt träge, weil sie das Blut in die Magengegend anstatt zum Gehirn dirigieren.

 

Wie Ernährung die geistige Gesundheit beeinflusst

 

In Großbritannien traten jetzt verschiedene Organisationen wie die Mental Health Foundation mit neuen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit, wie die Form der Lebensmittelherstellung das Gleichgewicht von Schlüsselnährstoffen verändert hat und welche Konsequenzen sich dadurch auf den menschlichen Organismus ergeben.

In den vergangenen 50 Jahren haben die Menschen in der westlichen Welt immer weniger frische Lebensmittel und mehr gesättigte Fette und Zucker zu sich genommen. Die Folge seien Depressionen und Probleme mit dem Gedächtnis, erklärte Andrew McCulloch, der Vorsitzende der Mental Health Foundation, im britischen Rundfunk. Erst jetzt beginne man zu verstehen, wie das Gehirn als Organ durch die zur Verfügung gestellten Nährstoffe beeinflusst wird und welche Auswirkungen die Ernährungsweise auf die geistige Gesundheit hat. McCulloch zufolge lässt sich die psychische Verfassung über Ernährungsveränderungen beeinflussen. In manchen Fällen zeige dies gar bessere Ergebnisse als der Einsatz von Medikamenten oder Beratung. Dazu brachte die BBC das Beispiel von Brian´Godfrey, der die Hälfte seines Lebens unter chronischen Depressionen litt, eine wahre Odyssee durch die Arztpraxen hinter sich hatte und erst mit 60 und durch eigene Experimente feststellte, dass er viele Lebensmittel einfach nicht vertrug. Durch radikales Weglassen der unverträglichen Nahrungsmittel - bei ihm waren es Getreide, Schokolade, Kaffee und Guiness-Bier - habe sich sein Zustand sehr verbessert, erklärte der heute 71-Jährige im Rundfunk.

Heute essen die Menschen laut Studienangaben 34 Prozent weniger Gemüse als vor fünfzig Jahren. Gemüse gilt als Hauptquelle für Omega-3-Fettsäuren. Derartige Veränderungen können mit Depressionen, Schizophrenie, Aufmerksamkeitsstörungen (ADHD) und Alzheimer in Zusammenhang stehen. Die Autoren der Studie rieten dringend zu einer gesünderen Ernährung mit mehr Gemüse und Obst.