„Bewegung ist ein Lebensgesetz.“



 


 

 

Vorteile der Bewegung

 

Verbessert die Durchblutung
Senkt hohen Blutdruck
Reduziert das Risiko von Herzerkrankungen
Stärkt das Immunsystem
Schützt vor Infektionen
Steigert die geistige Aktivität
Fördert das Wohlbefinden
Befreit von Angst und lindert Depressionen
Baut Stress ab
Verbessert die Schlafqualität

 

Tipps zur Bewegung

 

Mindestens 30 Minuten täglich (kann über den Tag verteilt werden)
Bewegen Sie sich an frischer Luft (Gartenarbeit, Spaziergänge, Radtouren)
Erledigen Sie kleinere Wege zu Fuß
Wählen Sie gesundheitsfördernde Sportarten

 

Psychologie

Sport vertreibt selbst schwere Depressionen

 

 

Von täglichem Training profitieren sogar Menschen mit schweren Depressionen. Dabei half die körperliche Aktivität in einer Studie Patienten, deren erstes Antidepressivum nicht angeschlagen hatte.

Ausdauersportler erleben immer wieder die positive Wirkung von Bewegung auf ihre Psyche: das Runners High. Aber nicht nur Gesunde, auch seelisch Kranke profitieren vom Training. Das zeigte eine Vier-Jahres-Studie der psychologischen Abteilung des UT Southwestern Medical Center in Zusammenarbeit mit dem Cooper Institute in Dallas. Die Studie belegt, dass mäßige wie auch intensive tägliche körperliche Betätigung genauso viel hilft wie ein zweites Medikament gegen Depression. Das zweite Medikament kommt dann zum Einsatz, wenn die Anfangsbehandlung keine Besserung gebracht hat.
Den Betroffenen einer Depression geht es nach Behandlungsbeginn mit Antidepressiva zwar besser, allerdings fühlen sie sich nie wieder so wie vor der Krankheit, sagt Madhukar Trivedi, Professor für Psychiatrie und Autor der Studie. Die Studie zeigt, dass Sport gegen schwere Depressionen genauso effektiv hilft wie eine medikamentöse Behandlung. Viele Leute würden daher Sport bevorzugen, vor allem weil Bewegung nachweislich Gesundheit und Wohlbefinden fördert.

Trainingsprogramm mit verschiedener Intensität

 

Die Studienteilnehmer waren im Alter von 18 bis 70 und hatten zuvor noch keine sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (ein spezielles Antidepressivum) erhalten. Die Forscher teilten sie in zwei Gruppen auf. Jede Gruppe erhielt ein eigenes zwölfwöchiges Trainingsprogramm mit verschiedener Intensität. Geschultes Personal des Cooper Institute begleitete die Übungseinheiten und nahmen ergänzend Hausbesuche vor.

Die Teilnehmer, die im Durchschnitt sieben Jahre lang an Depressionen gelitten hatten, trainierten auf dem Laufband und/oder dem Hometrainer. Länge und Häufigkeit des Trainings hielten sie in einem Online-Tagebuch fest. Beim Trainieren zu Hause trugen die Teilnehmer einen Pulsmesser. Zudem wurden sie während der Studie psychologisch betreut.

Am Ende der Studie waren 30 Prozent der Teilnehmer vollkommen von ihrer Depression befreit, weitere 20 Prozent erfuhren eine signifikante Verbesserung.

Es zeigte sich, dass mäßige Bewegung für Frauen mit psychischen Vorerkrankungen in der Familie wirksamer war. Dahingegen war für Frauen, deren Familie nicht an Vorerkrankungen litt, ein intensives Training effektiver. Die Männer profitierten alle mehr vom intensiveren Training, unabhängig von anderen Merkmalen.

Madhukar Trivedi hält das für ein wichtiges Ergebnis. Die Art des Trainings hänge von bestimmten Eigenschaften des Patienten ab. Behandlungen müssten möglicherweise also auf den Einzelnen zugeschnitten werden.

Die Studie ist im Journal of Clinical Psychiatry erschienen.

lr

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Psychologie: Sport vertreibt selbst schwere Depressionen - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/depression/news/psychologie-sport-vertreibt-selbst-schwere-depressionen_aid_658823.html



 

Eine Dosis Sport statt Kopfschmerztabletten

 

 

07.08.2012 - Bei Kopfschmerzen greifen die meisten Menschen als erstes zur Schmerztablette. Und bei gelegentlichen Kopfschmerzen spricht auch nichts dagegen, sagt Prof. Hartmut Göbel, Ärztlicher Direktor der Neurologisch-Verhaltensmedizinischen Schmerzklinik Kiel. "Aber wenn die Beschwerden an mehr als zehn Tagen im Monat auftreten oder länger als drei Tage anhalten, sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen."

 

 

Für die meisten Menschen gelten vorübergehende Kopfschmerzepisoden aber als Bagatelle. Das könne zu einem unkontrollierten Einsatz nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel führen. "Wer Kopfschmerzen an mehr als zehn Tagen pro Monat mit Schmerzmitteln bekämpft, läuft sogar Gefahr, den Kopfschmerz geradezu zu füttern", sagt Göbel. Die Deutsche Schmerzliga spricht hier von "medikamenteninduziertem Kopfschmerz".

Unterschieden werden die primären von den sekundären Kopfschmerzen. Bei den primären sind die Kopfschmerzen selbst die Erkrankung - dazu zählen die Migräne und Kopfschmerz vom Spannungstyp. Obwohl letzterer in Deutschland die häufigste Kopfschmerzerkrankung ist, könne man aber noch nicht eindeutig sagen, welche Faktoren bei seiner Entstehung zusammenwirken. Fest steht laut Göbel nur, dass Erbanlagen, Hormone, Ernährung, Stress, Fehlhaltungen wie eintöniges Sitzen am Schreibtisch oder unregelmäßiger Schlaf dazu beitragen.

"Anders als beim Kopfschmerz vom Spannungstyp ist beim spannungsbedingten Kopfschmerz der Kopfschmerz nicht die primäre Erkrankung, sondern die Folge einer chronischen Muskelverspannung", erklärt Göbel. Die Betroffenen litten dann auch unter ziehenden oder drückenden Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich. In dem Fall rät der Schmerzexperte von Tabletten ab, weil die Ursache bekämpft werden müsse.

Bei allen Formen von Kopfschmerzen heißt die gute Alternative zu den Schmerzmitteln: sich selbst etwas Gutes tun. "Übungen zur Muskelentspannung sind sehr gut", sagt Göbel. Ebenso regelmäßiger Ausdauersport (Gartenarbeit, Spaziergänge, Radtouren) und Anti-Stress-Strategien wie Atemübungen.

"Die wichtigste Regel gegen Spannungskopfschmerz heißt Regelmäßigkeit", sagt Göbel. Wer zu festen Zeiten isst, einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus einhält und alles zu Schnelle und zu Plötzliche meidet, beugt damit Kopfschmerzen vor. "Sich selbst Zeit nehmen und anderen Zeit geben: Das sind einfachste Strategien gegen den Kopfschmerz", empfiehlt der Kieler Schmerzexperte.

Mehr Informationen zu Kopfschmerzen, den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Deutschen Schmerzliga schmerzliga.de

dapd

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